Gedanken zum Sonntag Judika, den 29. März 2020

Rothsee
 
Ruhig liegt der Rothsee da, auf diesem Bild. Ein friedlicher Anblick.
So ist es auch oft am See Genezareth.
In der Geschichte von der Stillung des Sturmes erleben die Jünger die Kehrseite des Sees (Markus 4 35-41).
Heftige Winde lassen das Wasser ins Boot schlagen. Es droht unterzugehen. Und Jesus, auf den die Jünger bauen: er schläft auf einem Kissen.
In diesem Boot kommt beides zusammen: Todesfurcht und großes Gottvertrauen.
 
Ein bisschen kann ich mich bei den Jüngern wiederfinden. Die Frage, was wird kommen? Wie wird es weitergehen?
Jesus ermutigt sie in dieser schweren Zeit zum Glauben. Er verspricht nicht, dass dann alles sofort vorbei ist. Aber er bietet auch uns einen festen Punkt für unseren Anker in stürmischen Zeiten.
Zu diesen besonderen Zeiten hat der Papst in Rom außer der Reihe den Segen „urbi et orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis) gespendet. In normalen Jahren gibt es diesen Segen nur an Weihnachten, an Ostern und bei einer Papstwahl. Auch diese Aktion soll uns erinnern, dass wir als Christen unseren Ankerpunkt in Gottes Gnade und Barmherzigkeit finden.
 
Vieles ist in diesen Wochen anders, doch manches darf auch in gewohnter Weise weitergehen:
-        Trotz des Abstandes ein freundliches Lächeln für den Nächsten.
-        Ein herzliches Wort des Dankes für die, die uns helfen.
-        Ein Gebet für andere, die selbst keine Worte findet,
oder die wir jetzt nicht besuchen dürfen.
 
Mit freundlichem Gruß
Ihr Pfarrer Hermann Dinkel
 
Zum Sonntag Judika gehören:
Als Biblische Lesungen:  Evangelium: Johannes 18,28-19,5
                                     Predigttext: Hebräer 13,12-14
Die Wochenlieder:         EG 76 O Mensch, bewein dein Sünde groß
                                    EG 97 Holz auf Jesu Schulter

Weitere Anregungen zum Kirchenjahr finden Sie unter https://www.kirchenjahr-evangelisch.de